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Kamera

Meine Arbeitspferd und bisher einzige Kamera ist die Canon EOS 7D. Über die 7D wurde vielerorts schon viel geschrieben und diskutiert. Dies hier soll kein technischer Testbericht werden, sondern eher meine praktischen Erfahrungen und Eindrücke mit der Kamera wiedergeben. Meine hauptsächliche Beschäftigung ist die Landschaftsfotografie, Städtefotografie, Nachfotografie und Zeitrafferaufnahmen. Eher am Rande beschäftige ich mich, auch erst seit kurzem, mit dem Bereich der Portrait- und Peoplefotografie im eigens dazu langsam aufgebauten Heimstudio. Also was kann die 7D mir in diesem breiten Feld bieten. Zu Beginn sei angemerkt, dass auch ich mich bei der Anschaffung meiner ersten ambitionierten Kamera mit Vollformat vs Crop auseinandergestzt habe, leider war die Canon EOS 6D zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf dem Markt, was wahrscheinlich den Kauf doch nochmals beeinflusst hätte. Dennoch ist die 7D ein absoluter Allrounder und für mich der perfekte Einstieg in die anspruchsvollere Hobbyfotografie gewesen. Ihre Stärken liegen mit Sicherheit in dem schnellen Autofokus und der schnellen Serienbildaufnahme 8 Bilder/sek vorallem bei Sportaufnahmen oder sich schnell bewegenden Objekten. Aber auch beim schießen von Portraits helfen mir die 19 Fokuspunkte mit Kreuzsensoren zuverlässig weiter den richtigen Fokuspunkt auszuwählen, um beispielsweise auf die Augen scharfzustellen. Ferner ist es mittels den weiteren Autofokusprogrammen oftmals eine Freude in der jeweiligen Aufnahmesituation den richtigen Fokus zu setzen. Ein weiterer oftmals genannter Vorteil der 7D ist die Videofunktion, welche es einem ermöglicht bewegte Bilder in HD Qualität, d.h. 1920*1080 Aufnahmegröße bei einer Framerate von 24 Bilder/Sekunde, aufzunehmen. Auf sämtliche Programmpunkte und weitere Einstellmöglichkeiten, möchte ich an dieser Stelle auch nicht weiter eingehen, da ich wie die meißten von euch eh zu 99 % im M-Modus sowie in RAW fotografiere, um mir möglichst viel Spielraum in der Nachbearbeitung offenzuhalten. Hier sei jedoch angemerkt, dass mit Hilfe von Magic Latern, einem Programm, welches das Menü der 7D um zahlreiche Funktionen hin erweitert, viele weitere Einstellmöglichkeiten gewonnen werden können, die zwar in erster Linie für die Videofunktion gedacht sind, aber auch für das reine Fotografieren und Erstellen von Timelapses sehr hilfreich sein können. Die Möglichkeiten, die hierdurch offengelegt werden, habe ich noch lange nicht ausgereizt, will es jedoch jedem empfehlen, der seine 7D für Timelapses einsetzt. Da jetzt das mitführen eines externen Intervalometers obsolet wird und man in der Lage ist auch ohne Controller Intervall, Anzahl der Auslösungen etc. im Menü einzustellen. Dies geht soweit, dass das Intervall auf „like crazy“ eingestellt werden kann, d.h. sehr schnelle Zeitraffer, bei sich schnell bewegenden Objekten, zum Beispiel eine stark befahrende Straße, spielend einfach zu erstellen sind. Allerdings sollte daraufhin gewiesen werden, dass es sich hierbei um kein offizielles Canon Produkt handelt, sondern eine Open Source Software Erweiterung. Zurück zur Kamera, um die Bildqualität richtig einschätzen zu können fehlen mir leider die Vergleichsmöglichkeiten einer EOS 6D oder aber meinem Traum einer Canon EOS 5D Mark III . Ein häufiger Kritikpunkt an der 7D, den ich bedauernswerterweise habe auch feststellen müssen, ist das Rauschverhalten bei erhöhten ISO Werten. Mein Eindruck hierzu ist, dass man das Rauschen verstärkt ab ISO 400/500 dann doch auf den RAW Bildern merkt. Dennoch sind mir auch schon schöne Sternenhimmelaufnahme mit der Kamera gelungen. Auch wenn dies bei weitem nicht alle Punkte eines Reviews abdeckt, will ich es vorerst beim genannten belassen und zusammenfassend festhalten, dass für mich die 7D der richtige Einstieg in die Welt der Fotografie war, gleichzeitig jedoch der Wunsch nach einer Vollformatkamera besteht, insbesondere für die Landschaftsfotografie. Zu guter Letzt sei angemerkt, die beste Kamera der Welt hat ohne passende hochwertige Linsen wenig Nutzen.

Glas

Tamron 17-50 2,8

Mein immerdrauf, standard Objektiv ist das Tamron SP AF 17-50mm 2,8 , welches ich mir gleichzeitig zur 7D nach langer Recherchearbeit zugelegt habe. Kurzum im Vergleich zu sämtliche Kitobjektiven, welche seinerzeit von Canon mit der 7D angeboten wurden, scheidet dieses doch recht günstige Objektiv immer gut ab. Den persönlichen Vergleich konnte ich an der 7D mit dem 15-85 4:5,6 eines Freundes beurteilen und in Punkto Abbildungsleistung und Schärfe, auch bei Offenblende, muss sich das Tamron keinesfalls verstecken. Hier sind auch schon die zentralen Merkmale, die mich zum Kauf geführt haben schon genannt: zum einem die relativ große Offenblende von 2,8 und zum anderen die subjektiv als gut empfundene Abbildungsqualität der Linse. Die Schärfe des Glases hat jedoch empfundenerweise bei Blende 4 bis 5,6 ihr Optimun erreicht. Haupteinsatszenarios für das Tamron sind bei mir die Landschaftsfotografie oder aber Ganzkörperpotraits. Kurz gesagt es ist fast immer drauf und auch wenn es kein L-Series oder Zeiss Optik ist, ist es ein preiswertes und solides Einsteigerobjektiv. Dennoch spiele ich seit längerem mit dem Gedanken das Objektiv gegen das Sigma 18-35mm F1,8 DC auszutauschen, bis ich jedoch das Kleingeld zusammen habe, wird mir das Vorhandene weiterhing gute Dienste leisten.

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Tokina 11-16 2,8

Besonders oft setze ich mein Weitwinkelobjektiv natürlich in der Landschafts- und Naturfotografie ein. Ebenso ein Einsatzgebiet ist die Architektur und Städtefotografie. Die Rede ist von meinem Tokina AT-X 11-16mm f/2,8 Objektiv. Es ist bis zum jetzigen Zeitpunkt das teuerste und hochwertigste Objektiv in meiner Fototasche, hat sich seinen festen Platz in dieser schon lange verdient. Auch wenn an die 600,- € viel Geld sind, ist auch das Tokina im Vergleich zu Canonlinsen noch preiswert, was in meinem Fall stets eine zu bedenkende Variable in der Kaufentscheidung ist. Ein weiteres Argument für den Kauf war und ist nachwievor die Lichstärke dieses Weitwinkels, mit Hilfe derer der nächtliche Sternenhimmel bei Offenblende wunderschön „abgelichtet“ werden kann. Vor allem bei wenig Umgebungslicht in der Natur gelingen mit dieser Linse tolle Aufnahmen. Gleichzeitig sei angemerkt, dass die Abbildungsleistung, wie bei Weitwinkel jedoch normal, zum Rande des Bildes abnimmt.

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Canon EF 85 1,8

Meine Fototasche wird im Moment komplettiert durch eine Festbrennweite von Canon, dass Canon EF 85mm/ 1,8/ USM . Die Beweggründe dieses Objektiv mir zu kaufen, waren den Brennweitenbereich meines Arsenals zu erweitern, insbesondere vor dem Hintergrund tiefer in die Portaitfotografie einzusteigen. Zur Auswahl standen beim Kauf zum einem die doch um einiges teureren Teleobjektive von Canon, vor allem das Canon EF 70-200 mm / 1:2,8 L USM , oder aber die Festbrennweite 85 mm oder aber das Canon EF 100mm 2,8 L IS USM Macro , welches auch gerne in der Portraitfotografie eingesetzt wird. Nach einiger Recherche auf den einschlägigen Internetseiten und dem Lesen von zahlreichen Rezensionen entschied ich mich auch hier für die preiswertere Alternative, nämlich das 85 er. Argumente sind und waren in erster Linie der Preisunterschied von knappen 1000,- € im Vergleich zum 70-200 2,8 wohlgemerkt der Variante ohne IS Bildstabilisator, wer auf diesen nicht verzichten mag muss erneut 700,- € mehr berappen. Diese Sphären waren für mich, der der erstmals andere Menschen vor der Kamera stehen hat, nicht wirklich zu erklimmen und auch nicht sinnvoll. Das 85 er hat mich vollkommen überzeugt. Es ist erstens sehr Lichtstark und somit auch in availiable Light Situationen vorzüglich einsetzbar und ist auch schon bei Blende 1,8 knacke Scharf. Durch Abblenden auf f 4 erhält man dann das volle Leistungsspektrum der Linse. Zweitens ist es eine Festbrennweite. Was ist das jetzt für ein Vorteil? Lasst es mich wie folgt erklären: durch das Arbeiten mit einer Festbrennweite entfällt der Zoom am Ring des Objektives und das Finden des passenden Bildausschnittes muss durch die Veränderung des Abstandes zum Motiv durch „Fußarbeit“ geleistet werden. Dieser Umstand hat zumindest bei mir dazu geführt, dass ich mich schon vor der Aufnahme eingehender mit dem Motiv beschäftige und mir Gedanke darüber mache, wie ich es in Szene setzen möchte. Das Hauptaugenmerk liegt somit zwangsläufig beim komponieren des Bildes und man schießt nicht einfach wild drauf los. Dies ist für mich doch eine sehr gute Übung mich selbst zu schulen und ich kann es jedem Einsteiger nur weiter empfehlen. Krasser Nachteil an dieser Vorgehensweise, ist natürlich der auf Dauer erhöhte Finanzbedarf, wenn man alle Brennweitenbereiche mit Festbrennweiten abdecken möchte. Zusammenfassen beurteilt, ist das 85’er eine gute Investition gewesen und spielt seine Stärken bei mir vor allem in der Peoplefotografie aus.

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Zeitraffer

Emotimo TB 3 Black

Natürlich immer dabei der „Timo“. Für ein eingehenderen Erfahrungsbericht sie auch mein Review.

Shukuma SCYO Dolly

Für Kamerafahrten nutze ich im Zusammenspiel mit dem emotimo meinen SCYO Slider. Den vollständigen Bericht findest du hier.

Filter

Neutraldichte Filter sind insbesondere für die Landschafts- als auch für die Zeitrafferfotografie sinnvolle Hilfsmittel um die Belichtungszeit zu verlängern, was einem wiederum gestalterischen Spielraum bringt. Ich nutze die Schraubfilter von Haida in unterschiedlichen Stärken. Ich kann hier insbesondere das Slim Neutral Graufilter Set 77mmempfehlen: bestehend aus einem 8, 64, 1000 ND Filter, die kaum Farbverschiebungen erzögen.

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